Ein denkmalgeschütztes Haus mit Biergeschichte

Die Goldene Kugel befindet sich mitten in der Salzburger Altstadt, in der Judengasse 3. Hier steht seit jeher ein schmales aber ehrwürdiges Gebäude. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 1327 als „Guglbräu“. Ab 1870 dann war es das „Pfanzelterhaus“. Der Junior Franz Pfanzelter betrieb hier zeitweise eine Tischlerwerkstatt und gestaltete u.a. die Jugendstilfassade des Hauses.

In den Ursprüngen aber war hier jegliche Handarbeit dem Bier gewidmet: Bis 1869 war mit dem Guglbräu die zweitgrößte Brauerei Salzburgs angesiedelt, schon damals mit dem dazugehörenden Gastbetrieb.

Als dann 2008 die Edith-Haberland-Stiftung das Gebäude erwarb, sollte wieder an die Gasthaus-Tradition angeknüpft werden. Bei den nötigen Umbauarbeiten wurde mehr an Brau-Geschichte entdeckt als vermutet: Im Untergeschoss fand man einen mittelalterlichen Gewölbekeller, der seither als „Bierkeller“ belebt wird. Im Obergeschoß kann man Secco-Malereien aus dem 18. Jahrhundert bewundern und auch die Fassade präsentiert sich wieder im historischen Erscheinungsbild. 2013 war der Umbau beendet und das Altstadtwirtshaus „Goldene Kugel“ des Münchner Augustiner Bräus konnte eröffnen.

Monika und Walter Bankhammer, die Wirtsleut des Bräustüberl Berchtesgaden pachten das Haus seit Mai 2017 und führen die Tradition fort: „Zu diesem denkmalgeschützten Haus gehört ein Gastbetrieb mit gelebter Wirtshauskultur. Genau da fühlen wir uns als Wirtsleut auch wohl.“